Henry Harriston, ein renommierter Psychoanalytiker aus Manhattan, braucht dringend einen Tapetenwechsel. Genervt von seinen neurotischen Patienten beschließt er, nach Paris zu gehen und gibt zwecks Wohnungstausch eine Anzeige auf. Béatrice Saulnier, eine chaotische Tänzerin, hat in Paris von ihren Verehrern die Nase voll und fasst aufgrund der Offerte in der Zeitung den Entschluss, kurzerhand die Wohnung mit Henry zu tauschen. Im piekfeinen New Yorker Apartment angekommen, erwartet Béatrice neben Henrys trübseligem Hund Edgar eine weitere Überraschung: Anstelle ihrer Freundin Anne, die sie eingeladen hat, erstürmen nacheinander Henrys Patienten die Wohnung. In der Annahme, Béatrice sei Henrys Urlaubsvertretung, lassen sie sich auf der Couch des Analytikers nieder. Und sind dankbar für die Aufmerksamkeit, die die verblüffte junge Frau ihnen schenkt.

Auch Henry erhält in der Pariser Dachwohnung unfreiwilligen Besuch – liebeskranke Verehrer Béatrices fordern vehement Aufklärung, wo denn die hübsche Tänzerin geblieben sei. Da so an Ruhe nicht zu denken ist, macht sich Henry zurück auf den Weg nach New York und muss feststellen, dass in seinem Apartment die Patienten glücklich ein- und ausgehen. Und dass sein ehemals deprimierter Hund ausgelassen und springlebendig sein Herrchen nicht mehr erkennt …

Nach dem gleichnamigen Film von Chantal Akerman hat Gerda Poschmann-Reichenau die Geschichte über zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, für die Bühne bearbeitet. Auf welch seltsamen und verschlungenen Pfaden ein sachlich-kühler Therapeut und eine chaotische Künstlerin zusammenfinden, erzählt diese Liebesgeschichte mit Hintersinn, Charme und Witz.

Eine Koproduktion mit der Komödie im Bayerischen Hof München

Pressestimmen:
"Der Star dieser Inszenierung geht auf vier Pfoten. Wann immer Hündin Pippa ins Scheinwerferlicht trippelt, ist die Begeisterung groß. (...) Wedekind spielt Béatrice Saulnier, hübsch, chaotisch und spontan, Jacques Breuer ist Henry Harriston, beliebt bei den Betuchten und Unglücklichen... Kim Zarah Langner, Raphael Grosch und Dirk Waanders spielen sehr wandlungsfähig jeweils mehrere Rollen." (StN)
"... eine herzhafte Komödie, die mit ihrer stellenweise rasanten Inszenierung (Manfred Langner) und charmanten Figuren zu glänzen versteht." (StZ)

„In Stuttgart ernten Wedekind als süße Béatrice Saulnier und Breuer als gestörter Dr. Henry Harriston großen Beifall vom berührten Premierenpublikum… (…) Hund, Patienten, Concierge und am Ende der selbst ziemlich zwanghafte Harriston verlieben sich in das frische, unkomplizierte Wesen der hübschen Tänzerin – und vermutlich der halbe Zuschauersaal mit. (…) Manfred Langner ist eine kleine, beschwingte Vorfrühlingskomödie gelungen, die den zarten Charme französischer Genrefilme ausstrahlt.“ (Esslinger Ztg.)

„Jacques Breuer und Viola Wedekind überzeugen als dieses ungleiche Paar, wirken unterhaltend, ohne zu übertreiben. Diese Inszenierung findet genau den richtigen Weg auf dem schmalen Grat zwischen Humor und Klamauk, zwischen lustiger Komik und intelligenter Unterhaltung. Der eigentliche Star ist aber der Hund Pippa.“ (Ludwigsburger Kreisztg.)

"Der Abend vergeht wie im Fluge und Manfred Langner ist mit seiner Inszenierung gelungen, dass in der immer noch äußerst kalten Jahreszeit die ersten Frühlingsgefühle aufkeimen." (mut-magazin)

  1. Januar bis 08. März 2015
Besetzung