Sie sind nicht gerade geborene Glückspilze: Teddy, dessen Partner ihn mittellos zurückgelassen hat, der abgerissene Journalist Scoop und Martin, der im Sozialamt von einem Computer ersetzt wurde. Drei Männer um die fünfzig, ohne Job und Perspektive, die sich, um Miete zu sparen, zu einer Wohngemeinschaft zusammengetan haben. Doch dann kommt ihnen eine geniale Idee: Sie beschließen, ihre WG zum Altersheim zu erklären und mit diesem Trick wohltätige Stiftungen abzuzocken. „Wenn uns die Gesellschaft schon zum alten Eisen erklärt“, lautet ihre Rechtfertigung, „dann wollen wir auch etwas davon haben.“

Der Plan scheint aufzugehen - doch bevor das Geld fließt, will die Stiftung dem privaten Heim „Abendsonne“ einen Kontrollbesuch abstatten. Kein Problem - wozu war Teddy schließlich Maskenbildner: Sehr überzeugend schlüpfen die drei für Konrad Gerber, den Prüfer der Stiftung, in die Rolle tattriger Greise. Auch die Bardame Mäggi, die als seriöse Heimleiterin herhalten muss, scheint ihre Sache gut zu machen...

Der Schweizer Autor Charles Lewinsky schreibt Theaterstücke, Bücher, Hörspiele und Drehbücher für Film und Fernsehen (z.B. „Ein ganz gewöhnlicher Jude“). Mit „Ein Heimspiel“ gelang ihm eine heitere Verkleidungskomödie, die zwar vor einem ernsten gesellschaftlichen Hintergrund spielt, aber dennoch beste Unterhaltung bietet und zugleich zeigt, dass man auch mit Mitte fünfzig noch lange nicht „weg vom Fenster“ ist.

Pressestimmen:
"Sprungala erinnert an Woddy Allen, wenn er fahrig einen Blinden mimt, Zuhr steigert einen durch Apfelspalten ausgelösten Bronchitisanfall zur akrobatischen Höchstleistung und Majowski geht zum Niederknien witzig am Stock. Das ist köstlich gemacht und erinnert an chaplinesken Slapstick." Essling. Ztg.

"Johanning findet mit seinem Wohngemeinschafts-Trio die richtigen Darsteller für die drei krassen Typen. Sprungala, Majowski und Zuhr mimen die Loser mit viel Slapstick und Gefühl, zeigen, wie eine Notsituation selbst unterschiedlichste Gemüter zusammenschweißen kann... " Bietigh. Ztg.

  1. Mai bis 27. Juni 2010