Das sonst so ruhige Leben von Hans, der mit der Unterstützung seiner jungen Angestellten Nora eine kleine Bäckerei in Amsterdam betreibt, gerät eines Abends aus der Bahn, als ein junger Mann, von Fußball-Hooligans gejagt, durch seine Schaufensterscheibe gestoßen wird.
Hans kümmert sich um den Verletzten, der auf keinen Fall ins Krankenhaus gebracht werden will: Er stammt, wie er Hans erklärt, aus Palästina, wo er aus Geldnot sein Medizinstudium abbrechen musste. In den Niederlanden hält er sich zurzeit illegal auf.
Den entstandenen Schaden will Mahmoud Hans ersetzen, und als dieser ihm eine Stelle in seiner Bäckerei anbietet, nimmt er das Angebot gern an. Als Mahmoud jedoch am Ende des ersten Arbeitstages erkennen muss, dass Hans Jude ist, verlässt er das Haus. Kurz darauf kehrt er wieder zu dem Mann zurück, der ihm geholfen und eine Arbeit gegeben hat, und das Leben nimmt scheinbar einen normalen Verlauf an. Bis Mahmoud Besuch aus seiner Heimat bekommt ...

Subjekt oder Objekt? Das Schauspiel, das sich anhand von zwei konträren Lebenswegen mit dem Konflikt zwischen Israel und Palästina auseinandersetzt, wirft brisante Fragen auf: Können Menschen sich aus den Erlebnissen ihrer Vergangenheit und der politischen Situation ihres Landes befreien oder bleiben sie darin verhaftet?
Die Rolle des jüdischen Bäckers Hans wird von Ilja Richter gespielt, der zu den etabliertesten Bühnen- und Fernsehdarstellern Deutschlands zählt.

Pressestimmen:
"In knappen Szenen von stellenweise beklemmender Intensität lässt Ulf Dietrich sein Personal um Antworten ringen. Mit großer Vielfalt des Ausdrucks verkörpert der Schauspieler Ilja Richter den Juden Hans. (...) Nadim Jarrar zeigt den Mahmoud als leidenschaftlichen Heißsport mit Seele..." StN

"... mal Komödie mal Tragödie (...) fesselnd und erschütternd... Die Problematik ist packend." StZ

"Das Stück lebt von der Gegenüberstellung dieser beiden so konträren Charaktere. Ulf Dietrichs aufwühlende Inszenierung erlebt ihren Höhepunkt in der finalen Auseinandersetzung..." Eßlinger Ztg.

"Ulf Dietrich hat in sehr realistischer Art in Szene gesetzt (...) die Figuren werden griffig, der Zuschauer kann mitfiebern, mitleiden, mitdenken." Ludwigsb. Kreisztg.

"Sehr sehenswert!" Bietigheimer Ztg.

Unsere Produktion "Sechzehn Verletzte" ist zu den 20. Baden-Württembergischen Theatertagen eingeladen. Die Vorstellung wird am 4. Juli 2011 im Badischen Staatstheater Karlsruhe im Medientheater ZKM gezeigt.

  1. März bis 23. April 2011