Die siebzehnjährige Effi Briest heiratet auf Wunsch ihrer Eltern den zwanzig Jahre älteren Baron von Innstetten – anscheinend eine gute Partie. Sie zieht mit ihm in das provinzielle Küstenstädtchen Kressin, doch ihre Hoffnungen auf ein glückliches Eheleben erfüllen sich nicht. Die lebenslustige junge Frau droht an der Seite ihres leidenschaftslosen Ehemannes an Einsamkeit und Langeweile zugrunde zu gehen.
Nur die Begegnung mit Major Crampas, einem Freund ihres Mannes, verheißt ein wenig Ablenkung. Effi beginnt – von Gewissensbissen geplagt – eine Affäre mit dem Major, bis Innstetten nach Berlin versetzt wird. Jahre später holt die Vergangenheit sie ein: Ihr Mann erfährt durch Zufall von dem längst vergangenen Verhältnis und fordert Crampas zum Duell. Und auch Effi muss bitter büßen ...

Theodor Fontanes Porträt der jungen, verwöhnten, aber im Unglück endenden Effi Briest gilt als sein Hauptwerk und wurde sein größter literarischer Erfolg. Brillant beschreibt er darin die restriktiven Konventionen der preußischen Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert. Doch die Fragen, die verhandelt werden, sind heute so aktuell wie je: Wie wichtig ist der gesellschaftliche Status? Und welchen Raum darf man den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen einräumen, wieviel Mut erfordert es, mit den Konventionen zu brechen und den eigenen Glücksanspruch einzulösen?

Pressestimmen:
"Effi (reizend: Alice von Lindenau) reibt sich mit strahlenden Augen die Knöchel, weil sie das Leben in den Fingern juckt, will dankbar sein, angepasst, und verzehrt sich zugleich an der Seite ihres erzieherischen Beamten-Gatten nach Abenteuer." (StN)

"...sensible Figurenführung... (...) Alice von Lindenau in der Titelrolle verkörpert diese Veränderung vom naiven Wildfang zur gebrochenen Frau stringent und klar." (StZ)

  1. März bis 27. April 2013