Abraham, 73 Jahre, angesehenes Mitglied der Jüdischen Gemeinde in München, soll mit einer offiziellen Geburtstagsfeier geehrt werden, da taucht am Vorabend ein überraschender Besuch bei ihm und seiner wesentlich jüngeren Lebensgefährtin Sabine auf: Völlig unvermutet erscheint Ruth, Abrahams erwachsene Tochter, die er seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Ruth wurde in Deutschland geboren, wuchs aber in Israel auf und lebt auch heute noch dort. Nun hat sie ihre Heimat offenbar überstürzt verlassen.
Die Frage, warum Ruth so überraschend erscheint, wird zu einer Suche nach ihrer Identität. Und zu einer Aufdeckung von Abrahams Vergangenheit: mit Ergebnissen, die die Beziehung von Abraham und Sabine ebenso wie das Verhältnis zwischen Vater und Tochter beeinflussen. Wieso ging er vor einigen Jahren ohne seine Familie nach Deutschland zurück? Und welches Geheimnis belastet Ruth, die kurz vor ihrer Reise auf einer Fahrt durch die von Israel besetzten Gebiete war?

Sara von Schwarze, eine in Israel sehr bekannte Fernseh- und Theaterschauspielerin, wurde in Deutschland geboren. Ihre Eltern traten zum Judentum über und wanderten Ende der sechziger Jahre nach Israel aus. Ihr zweisprachig verfasstes, autobiographisch geprägtes Drama erregte in Israel schon bei einer öffentlichen Lesung viel Aufsehen, da es nicht nur ihre deutsche Herkunft, sondern auch das Verhältnis zwischen Israelis und Palästinensern zum Thema hat. Ein brisantes, kontroverses und höchst aktuelles Stück, das keinen Zuschauer unberührt lassen wird.

Die Schauspielbühnen in Stuttgart zeigen dieses Stück als Uraufführung in einer Ko-Produktion mit dem Cameri-Theater in Tel Aviv, dem Goethe Institut Israel, Tel Aviv und dem Renaissance-Theater Berlin.

Pressestimmen:
"... Langner ist eine außerordentlich packende Inszenierung gelungen, die nach ihren Stuttgarter Aufführungen in Israel zu sehen sein wird - Heavy-Metal-Töne inklusive." (StN)

"...ein Glücksgriff." (dpa)

"Mit klug gesetzten Dialogen, die sehr versiert von den drei Akteuren vorgetragen und gespielt werden, baut sich die Spannung weiter auf. Immer mehr Privates kommt ans Tageslicht. Das Knistern zwischen den Figuren ist spürbar, teilweise bis unter die Haut." (Ludwigs. Kreisztg.)

  1. September bis 03. November 2012