Don Carlos, Infant von Spanien, liebt Königin Elisabeth, seine Stiefmutter. Ursprünglich mit ihm verlobt, hat sie dann aber aus politischen Gründen die Ehe mit seinem Vater, König Philipp II., geschlossen. Mit Unterstützung seines Freundes Marquis von Posa, dem er sich anvertraut, gelingt es Carlos, sich heimlich mit der Königin zu treffen.

Posa ist jedoch nicht an den spanischen Hof zurückgekehrt, um Carlos in Liebesdingen behilflich zu sein, sondern er will ihn für ein Eingreifen in die Machtpolitik seines Vaters gewinnen, der mit seinem Statthalter Herzog Alba die flandrischen Provinzen gnadenlos unterjocht. Posa bewegt Carlos dazu, seinen Vater um den Oberbefehl über die spanischen Truppen in Flandern zu bitten, doch der König lehnt Carlos’ Vorhaben ab. Die persönlichen und politischen Niederlagen setzen dem sensiblen Carlos immer mehr zu...

Zu Schillers 250. Geburtstag steht mit „Don Carlos“ das Werk auf dem Spielplan, das als ein Manifest eines neuen Zeitalters der Brüderlichkeit und Gedankenfreiheit gelten darf.
Als Liebestragödie begonnen, als Ideendrama beendet: Bereits zwei Jahre vor Ausbruch der Französischen Revolution trat Friedrich Schiller nicht nur vehement für die Menschenrechte, sondern auch für die persönlichen Rechte eines jeden Individuums ein. In unserer sich dramatisch wandelnden Zeit ein höchst aktueller Stoff.

Pressestimmen:
„Jens Pesel inszeniert das Drama als temporeichen Politthriller. Manfred Langner ist mit seiner Schillerproduktion ein vielversprechender Intendanzstart gelungen.“ StN

Zuschauerstimmen:
„Ein tolles Bühnenbild und Superleistung der Schauspieler. Schiller kann doch noch packen!“

  1. September bis 31. Oktober 2009