Salem, Massachusetts, 1692: Eines Nachts überrascht Pastor Parris seine halbwüchsige Tochter Betty, seine Nichte Abigail und andere junge Mädchen des Ortes, die zusammen mit der Sklavin Tituba im Wald zu fremdartiger Musik seltsame Tänze aufführen. Aus Angst vor Strafe flüchtet sich Betty in eine Ohnmacht, aus der sie am nächsten Morgen immer noch nicht aufzuwachen scheint.
Schnell spricht sich in der puritanischen Kleinstadt herum, dass es im Hause Parris nicht mit rechten Dingen zugeht, und es kursiert das Gerücht der Hexerei. Als dann auf Veranlassung Parris‘ der Hexenspezialist Pastor Hale erscheint, bricht in Salem ein regelrechter Hexenwahn aus. Die Stimmung ist aufgeheizt und die Angst der Mädchen groß. In ihrer Not beschuldigt Abigail plötzlich Tituba der Hexerei, die wiederum, in die Enge getrieben, wahllos andere Frauen anklagt. Durch die gegenseitigen Denunziationen beginnt eine Hexenjagd, in die immer mehr Bewohner des Ortes hineingezogen werden ...

Aktueller denn je: Entstanden unter dem Eindruck der spektakulären Untersuchungstätigkeit wegen „antiamerikanischer Umtriebe“ unter Senator McCarthy, hat der amerikanische Dramatiker Arthur Miller mit seinem 1953 uraufgeführten Werk das Modell einer ideologischen Massenhysterie auf die Bühne gebracht, das die Folgen für eine Gesellschaft aufzeigt, die - dominiert von Moral, Tabus, Zwängen und Schuldbewusstsein - alles von der Norm Abweichende erstickt.

Pressestimmen:
"... ein spannendes und grausames Lehrstück über Gerüchte, Verleumdung und Selbstgerechtigkeit." (StZ)

"... richtig spannend wird es (...), als Tina Eberhardt und Ralf Stech als Ehepaar Proctor entscheiden müssen, wer wen opfert." (StN)

  1. März bis 28. April 2012