Mit über sechzig zu alt für eine Partnerschaft? Was tun, wenn man nicht mehr ganz jung ist, der Partner gegangen oder unlängst verstorben ist oder niemals existiert hat? „Flirtkurs für die Generation 60+“ – so heißt die Lösung, um aktiv der Einsamkeit zu entgehen und wieder Anschluss an das Leben zu finden. Das wenigstens verspricht der Volkshochschulkurs, der garantiert in fünf Sitzungen fit für einen neuen Partner machen will. Während Seminarleiter Jan versucht, die Kursteilnehmer Gila, Britta, Heinz, Frieda, Friedrich, Ulf und Julia zu ungewohnten Partner-Übungen zu animieren, sind diese vollauf damit beschäftigt, die für sie fremden Welten zu erforschen.
Was Jan an Lebenserfahrung gegenüber seinen Schützlingen fehlt, macht der arbeitslose Schauspieler mit Übungen aus der Schauspielschule wett: den Raum erkunden, Augenkontakt aufnehmen und erkennen, welche Signale man sendet oder gesendet bekommt. Und all das sind einfache Übungen in Anbetracht der angedrohten Hürde der nächsten Sitzung: Gesprächssituationen üben inklusive der Königsdisziplin Speed-Dating ...

Wer heute noch glaubt, mit Blumenstrauß oder flottem Tanzschritt beim anderen Geschlecht punkten zu können, ist noch nicht im Zeitalter von Persönlichkeitsprofilen, Speed-Datings und Flirt-Strategien angekommen. Lutz Hübner, Deutschlands meistgespielten Gegenwartsautor, haben wir mit seinem Schauspiel „Frau Müller muss weg“ vor zwei Jahren unserem Publikum vorgestellt. Mit Gespür für gesellschaftlich aktuelle Themen hat er auch mit diesem Stück einen wichtigen Stoff aufgegriffen: die Partnersuche alleinstehender Menschen in der heutigen, schnelllebigen Zeit.

Pressestimmen:
"Die Momente absurder Situationskomik, die geerdeten Gespräche und das leise Mitfühlen hat Ulf Dietrich mit schönem Timing in Szene gesetzt, das trefflich ausgewählte Ensemble weiß seine tollen Rollen zu schätzen. (...) Auf jeden Fall denkt man nach diesem Stück mit einem ganz neuen Respekt übers Alter nach." Eßlinger Ztg.

"Oberspielleiter Ulf Dietrich hat diese verschiedenen Charaktere hervorragend ausgearbeitet, virtuos spielt er mit den sich daraus ergebenden Allianzen und Mesalliancen und bringt dieses Gemisch punktgenau zum Explodieren... (...) Der Traum von einer Wohngemeinschaft platzt, die Zuschauer allerdings erleben einen kurzweiligen Theaterabend." StN

"Eine recht schmissige, leichte Sommerunterhaltung ist daraus geworden, die aber auch einigen Tiefgang zu bieten hat. (...) Dietrich lässt vor allem im ersten Teil den Charakteren sehr viel Zeit, sich zu entwickeln und zu entfalten. Ein gutes Konzept, weil er eine ausgezeichnete Truppe reifer Schauspieler zur Verfügung hat, die mit den Figuren einiges anzufangen wissen." Ludwigsb. Kreisztg.

  1. Juni bis 19. Juli 2014