Torsten Kindermann

Torsten Kindermann, Jahrgang 1974, begann mit 10 Jahren Saxophon zu spielen. Er war während seiner Jugend in verschiedenen Ensembles (Big Bands, Jazz-Combos, Saxophon-Quartett, Bands etc.) sowohl als Saxophonist als auch als Sänger tätig und begann mit Anfang zwanzig zunächst ein Studium für Schulmusik (Hauptfach Saxophon) an der Uni Dortmund. Während dieser Zeit arbeitete er in diversen Reggae- und Skabands (Alpha Boy School), deren Touren ihn durch Deutschland, die Schweiz, nach Polen, England, die Ukraine und bis nach Japan führten.

Er komponierte Bläser-Arrangements, arbeitete als Studiomusiker sowohl für genannte Bands als auch für dreizehn Hörspielproduktionen eines Kinder- und Jugendtheaters, bis er dann mit Ende zwanzig das Studium für Jazz- und Pop-Gesang an der ArtEZ University of the Arts in Arnheim begann. Hier lernte er die niederländische Sängerin Mathilde Santing kennen und begleitete sie als Background-Sänger auf einigen Tourneen. Im Januar 2007 gelangte Kindermann schließlich als Saxophonist für den Liederabend „Die Au-Schau“ an das Schauspielhaus Bochum. Zeitgleich arbeitete er hier auch für das Junge Schauspielhaus mit Hauptschüler*innen im Rahmen des Projekts „Hauptschulen in Bewegung“, für welches er in den folgenden sechs Jahren verantwortlich zeichnen sollte.

Von nun an konzentrierte sich Kindermann fast ausschließlich auf die Theatermusik. Im Laufe der nächsten 14 Jahre komponierte und arrangierte er Musik für über 50 Produktionen an diversen Theatern wie dem Schauspielhaus Bochum, Volkstheater München, Theater Osnabrück, Theater Bremen, Schauspiel Frankfurt, Theater Lübeck, Nationaltheater Mannheim, Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspiel Stuttgart, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Theater Dortmund, Theater Bielefeld, Junges Schauspiel Düsseldorf und das Theater Bonn. Er entwickelte zahlreiche musikalische Abende wie „A Tribute to Johnny Cash“, „Bochum“ (Ein Herbert-Grönemeyer-Singspiel), „Istanbul“ (ein musikalischer Abend über das Gastarbeiter-Anwerbeabkommen), „Cash-Songbook“ (spartenübergreifendes Konzert der Theater-Mitarbeiter*innen in Berlin und Stuttgart), „Bang Bang“ (Eine Dreidollar-Oper mit der Musik der Tarantino-Filme).

Darüber hinaus komponierte und produzierte Kindermann Musik für zahlreiche Sprechtheater-Produktionen, darunter acht Familien-Weihnachtsstücke, und arbeitete mit den Regisseur*innen Selen Kara, Armin Petras, Frank Abt, Brigitte Dethier, Christoph Frick, Anselm Weber, Elmar Goerden, Jorinde Dröse, Bettina Brunier, Anne Lenk, Martina van Boxen, Barbara Hauck, Roland Riebeling u. a.

Bei vielen seiner Arbeiten steht Kindermann meistens als Multiinstrumentalist auf der Bühne - so auch bei unserer Inszenierung von „Istanbul“, die in der Spielzeit 2022/2023 unter seiner musikalischen Leitung entsteht.

Profilbild von Torsten Kindermann

Foto: Daniel Sadrowski

2022/23 in: