Eigentlich könnten sich Nora und ihr Mann, der Rechtsanwalt Torvald Helmer, glücklich schätzen: Sie führen eine harmonische Ehe, haben drei gesunde Kinder und sind materiell abgesichert, ist er doch gerade als neu ernannter Bankdirektor eine Karrierestufe nach oben geklettert.
Doch Helmers berufliches Glück wurde dem Juristen und Bankangestellten Krogstad zum Verhängnis; sein neuer Chef sprach dem zwielichtigen Mitarbeiter die Kündigung aus. Krogstad will sich dies nicht wehrlos gefallen lassen, und er weiß auch schon, wie er vorgehen muss, um seine Entlassung unwirksam zu machen: Für Nora völlig unerwartet taucht Krogstad bei ihr zu Hause auf und setzt sie unter Druck. Er verlangt von Nora, sich bei ihrem Mann für ihn einzusetzen, weiß er doch ein Detail aus ihrem Leben, das ihr Familienidyll von heute auf morgen zerbrechen lassen könnte. Nora fürchtet sich zu Recht vor der Reaktion ihres sittenstrengen Mannes, denn ihm geht sein gesellschaftliches Ansehen über alles ...

Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen schrieb „Nora“ im Jahre 1879. Dieses Schauspiel begründete nicht nur seinen Weltruhm, sondern steht mit seiner zeitlosen Aussage auch heute noch als der Inbegriff für die Entlarvung einer großen Lebenslüge.
Mit Scharfblick nimmt der Meister des analytischen Dramas eine Ehe ins Visier und hinterfragt und seziert die Basis dieser Partnerschaft. Zudem schuf Ibsen mit der Rolle der Nora eine der beeindruckendsten und spannendsten Frauenfiguren der europäischen Theatergeschichte.

Die aus Film und Fernsehen bekannte Schauspielerin Teresa Weißbach spielt die Rolle der Nora.

Pressestimmen:
"... die Inszenierung ist durch und durch gegenwärtig. (...) Teresa Weißbach als Nora ist großartig. Sie ist eine Körperschauspielerin." Stz

"... die Inszenierung demaskiert gekonnt eine Gesellschaft, die von Moral und Liebe faselt, aber Karrieresucht und Opportunismus meint." StN

  1. Februar bis 17. März 2012