Der Literaturprofessor Pierre und seine Frau Elisabeth freuen sich auf ein gemütliches Diner mit Freunden und Familie. Eingeladen sind Vincent, Pierres Jugendfreund und Elisabeths Bruder mit seiner schwangeren Frau Anna sowie der Posaunist Claude, mit dem Elisabeth seit ihren Kindertagen befreundet ist.
Es könnte ein wundervoller Abend werden, käme nicht plötzlich die Sprache darauf, wie denn der ungeborene Sohn von Vincent und Anna heißen soll. Der werdende Papa, stets selbstbewusst bemüht, für Stimmung zu sorgen, schockiert die Freunde auf ihre Frage mit einer Antwort, die umgehend die Gemüter in Wallung bringt: Adolphe! – Adolphe? – Das klingt ja fast wie Adolf und das – da sind sich alle einig – ist als Vorname für das Kind undenkbar. Doch Vincent lässt nicht locker, nicht bei Menschen, deren Kinder Athena und Adonas heißen. Er heizt die Atmosphäre weiter an, bis schließlich alle Masken fallen und der familiäre Abend so richtig aus dem Ruder läuft ...

Kleiner Anlass, große Wirkung: In dem aktuellen Pariser Theatererfolg treiben Wortwitz und Dialoge in der besten Tradition der französischen Gesellschaftskomödie die Handlung atemlos voran. Komisch und böse zugleich.

Pressestimmen:
"Mit einer bei aller schulbubenhaften Rangelei subtilen Raffinesse zeigen die Autoren, wie selbstverständlich die Mechanismen der fiesen Egozentrik auch beim zivilisierten, vermeintlich gelassenen Bildungsbürger greifen. Manfred Langner hat nicht nur ein tolles Ensemble versammelt, er setzt die Komödie leise und mit klugem Spott in Szene, lakonisch und ohne die üblichen Boulevardknaller." (Eßlinger Ztg.)

„Die Begegnung der fünf wird in der Komödie im Marquardt zur rasanten verbalen Zimmerschlacht ausarten. (…) Den Streit lässt Regisseur Manfred Langner präzise wie ein Uhrwerk eskalieren. Punktgenau zünden die Pointen, wenn die bildungsbürgerlichen Fassaden einstürzen und die Abgründe zuvor nie ausgesprochener Ressentiments aufbrechen.“ (StN)

  1. März bis 05. Mai 2013