Zweiter Weltkrieg im Jahr 1941. Die deutschen U-Boote haben die Aufgabe, Handelsschiffe im Atlantik zu versenken, die England mit kriegswichtigen Gütern versorgen. Doch die Schiffe werden immer effektiver von Zerstörern geschützt, und so hat die deutsche U-Boot-Flotte in einem Monat rund 13 Boote verloren. Erfahrene Matrosen sind mittlerweile Mangelware. Mit diesen Problemen hat auch der Kapitän der U 96 zu kämpfen, der neben seinem kriegserprobten Leitenden Ingenieur, seinem 2. Wachoffizier und Johann, dem Maschinisten, eine Mannschaft von „verdammten Rotznasen“ an Bord hat. Zudem muss er seinen 1. Wachoffizier, einen strammen Nazi, im Auge behalten und den unfreiwilligen Besuch des Marinekor-respondenten Werner in Kauf nehmen.
Für Werner ist das Leben an Bord eines U-Boots neu und gewöhnungsbedürftig in seiner Beengtheit, dem rauen Umgangston, den Alarm-Übungen und den Tauch- und Überwasserfahrten. Am schlimmsten ist die Ungewissheit und das Warten auf eine mögliche Feindberührung. Nach Wochen des Ausharrens taucht endlich ein Geleitzug mit fünf Kolonnen auf. Offensichtlich ohne Begleitung eines Zerstörers. Angriff oder ziehen lassen? Der Kapitän hat sich gerade für einen Angriff und das Abschießen von vier Torpedos entschieden, da entdecken sie einen Zerstörer, der Kurs auf sie nimmt ...

Als „Das Boot“ im Jahr 1981 in die Kinos kam, avancierte der Film zum internationalen Erfolg, erhielt u.a. sechs Oscar-Nominierungen und katapultierte Regisseur Wolfgang Petersen und seine Darsteller in die erste Liga der Filmbranche. Kjetil Bang-Hansen hat aus der Vorlage eine Bühnenfassung geschrieben, die den Zuschauer unmittelbar an der Geschichte dieser Männer und dem zermürbenden Warten auf ihren Einsatz teilhaben lässt. Ein ungeschönter Einblick in die äußeren und inneren Zerstörungen eines Krieges.

Pressestimmen:
"Explosive Männerwelt - Was Manfred Langner und seinem Co-Regisseur Francois Camus sehr gut gelingt, ist die Entwicklung der unterschiedlichen Gemütszustände. Eben sieht man die Mannschaft noch in derber und gelassener Männerunterhaltung, da bricht plötzlich Hektik aus, alle stehen sich im Weg, in großer Eile rast die Besatzung durch die Enge des Bootes und schwingt sich durch die Verbindungsluken. (...) Dass der Abend (...) zum Erfolg wird, ist vor allem dem spielstarken Männerensemble zu verdanken..." Eßlinger Ztg.

„Langner gelingt es, dass der Besucher irgendwann einmal die Bilder der Filmvorlage vergisst. Das liegt daran, dass er sehr exakt und fein nuanciert eigene Stimmungsbilder von Panik, Konfusion, Verzweiflung, aber auch Langeweile und innerer Spannung innerhalb der Mannschaft schafft.“ StN

„Mit unheimlicher Wucht nimmt Manfred Langners Inszenierung von „Das Boot“ die Zuschauer mit und taucht sie mit bläulichem Licht ein in die Tiefe des Wassers. (…) Nur ein Bühnenbild reicht, um dem Publikum die Bedrängnis der Mannschaft plastisch klarzumachen. Ralf Stech spielt eindringlich den U-Boot-Kommandanten, der die innere Zerrissenheit seiner Männer unter Kontrolle halten muss. Das U-Boot ist ein Mikrokosmos, in dem die 13 Männer agieren, sich fürchten und beginnen, den Sinn ihrer Mission zu hinterfragen.“ FOCUS online

  1. Oktober bis 07. Dezember 2013