Württemberg im 18. Jahrhundert: Bereits als kaiserlicher Feldmarschall lernt Karl Alexander den Finanzmakler Joseph Süß Oppenheimer kennen.

Von dem ehrgeizigen Freidenker, der an einflussreicher Position das Land reformieren möchte, ist er nachhaltig beeindruckt. So holt der Katholik Karl Alexander gleich nach seinem Amtsantritt als Herzog von Württemberg den Juden Süß Oppenheimer in das protestantische Stuttgart, um diesen redegewandten und brillanten Mann für die Umsetzung seiner Reformbestrebungen an seiner Seite zu wissen. Eine Entscheidung, die nicht nur bei den Ständeabgeordneten auf Ablehnung trifft.
Mit einem modernen Steuersystem, das die höheren Stände mehr belastet als die Lohnempfänger, aber auch mit seiner intellektuellen Überheblichkeit und seinem eigenmächtigen Handeln macht sich Oppenheimer eine große Zahl gefährlicher Feinde…

Politik, Geld, Macht: Am Beispiel des jüdischen Bankiers Joseph Süß Oppenheimer zeigt Joshua Sobol das Porträt eines Mannes auf, der seiner Zeit geistig voraus war und Fortschrittliches für das Land hätte bewirken können, dessen Herkunft jedoch Vorwand für seinen Sturz war. Von seinen Feinden gejagt, über die Jahrhunderte verfemt, wird ein Stuttgarter Politiker rehabilitiert.