Eddie ist genau das, was man sich unter dem Pressesprecher eines deutschen Regierungschefs vorstellt: allen Situationen gewachsen und in der Lage, jede noch so schlechte Nachricht in eine gute zu verwandeln.
Das Talent des gewieften Strippenziehers ist auf dem diesjährigen Parteitag mehr denn je gefragt, denn am nächsten Morgen will der halb ehrfürchtig, halb ironisch „KP“ genannte Regierungschef mit einer großen Rede die Delegierten der Partei hinter sich bringen. So feilen Eddie und der Redenschreiber der Staatskanzlei, Paul, intensiv an den richtigen Worten; Anka, die persönliche Assistentin des Politikers, versucht, „KP“ beim Fotoshooting ins rechte Licht zu rücken, und sogar der von ihm persönlich engagierte TV-Gag-Schreiber Simon taucht auf, um die mit Spannung erwartete Rede mit ein paar flotten Pointen aufzupeppen.
Doch außerhalb des Luxus-Hotels, in dem die Parteiführung ihre Zentrale eingerichtet hat, gibt es wütende Proteste von Umweltaktivisten und Globalisierungsgegnern. Auf dem Parteitag formiert sich die innerparteiliche Opposition. Und dann lässt Georg, Regierungsmitglied und alter Spezi von „KP“, eine wahre „Bombe“ platzen, die die „Regierungspartei für ungefähr die nächsten anderthalb Jahrhunderte unwählbar machen würde“ – falls es Eddie nicht gelingt, diese Bombe zu entschärfen ...

Alistair Beaton ist einer der erfolgreichsten Satire-Autoren Großbritanniens (er war u.a. als Mitautor der englischen Polit-Satire „Spitting Image“ tätig). Mit seiner beißenden Satire „Feelgood“ bietet er dem Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen der hohen Politik und ihrer skrupellosen Macher. Rasant, brisant, amüsant.
Für die Erstaufführung dieser Neu-Fassung wurde die Handlung nach Deutschland verlegt. „Ähnlichkeiten mit bestimmten poltischen Vorgängen sind weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“

Pressestimmen:
"Das Thema könnte aktueller kaum sein. (...) Manfred Langner hat den Politsumpf munter inszeniert, mit witzigen Videoeinspielungen und Parteienspots aufgelockert und mit einigen Slapstickeinlagen angereichert." (StZ)

"Langner hat das richtige Gespür für das richtige Tempo, und er hat die Rollen gut besetzt. (...) - zahlreiche aktuelle Anspielungen sind in dem Stück drin, regionaler, nationaler und weltweiter Art." (StN)

"Auf Tempo und Kontrast setzt Manfred Langner in der Politsatire im Alten Schauspielhaus in Stuttgart. Und er lässt die Protagonisten alle modernen Medien nutzen. (...) Bitter-komisch." (Bietigheimer Ztg.)

  1. Mai bis 09. Juni 2012