Sein Name steht für Verrat. Doch wäre das Christentum zu einer Weltreligion geworden, wenn der Judaskuss ausgeblieben wäre? Welche Bedeutung hat der Verrat für jeden einzelnen von uns? Wir können nicht wissen, wer wir heute ohne seinen Verrat wären. Wir wissen aber, dass wir ohne ihn nicht die wären, die wir sind. Zu allen Zeiten ist über ihn gesprochen und geschrieben worden. Die Auseinandersetzung, auch die künstlerische Auseinandersetzung, scheint an kein Ende zu kommen.

„Ich denke“, sagte Lot Vekemans über ihr Stück, „es gibt bei uns eine einseitige Richtung des Blicks auf die Helden, auf das, was wir als größer und höher und besser erachten, als wir es selbst sind. Wir lieben es, zu verehren, so wie wir es lieben, verehrt zu werden. Aber in beiden Fällen gibt man seine Macht an jemand anderen ab. Judas wird von Menschen verhöhnt, damit sie ihre eigenen Seelen rein waschen. Es ist auffällig, dass in Portraits, die über die Jahrhunderte entstanden sind, Judas immer hässlicher und böser dargestellt wurde.“

In diesem Monolog von Lot Vekemans geschieht etwas Ungeheuerliches. Hier spricht Judas selbst – über seine Motive, sein Leiden, sein Leben, uns.

Die niederländische Dramatikerin Lot Vekemans wurde 1965 in Oss geboren. Ihre Theaterstücke wurden bislang in über 20 Ländern aufgeführt. „Judas“ wurde 2007 in Haarlem uraufgeführt. 2012 folgte die Deutsche Erstaufführung an den Münchner Kammerspielen.

Die szenische Einrichtung übernimmt Axel Preuß, ab 2018/2019 Intendant der Schauspielbühnen in Stuttgart.

Pressestimmen:
"...eine beeindruckende Premiere... Der junge Jörg Pauly vollbringt in der Rolle des Judas eine Meisterleistung." (Südwest Presse)
„Die Weiten des kirchlichen Raums sorgen für eine dem Anlass angemessene Akustik und bereichern das Spiel ...“ (Stuttgarter Zeitung)

Mit Unterstützung der Katholischen Kirche in Stuttgart und der Evangelischen Kirche in Stuttgart.

Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Schauspielbühnen in Stuttgart

Premiere:
Am 6. März 2019 um 19.30 Uhr in der Hospitalkirche Stuttgart

Einlass in den Kirchen ist jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Bitte denken Sie daran, dass es in den Kirchenräumen kühl sein kann und kleiden Sie sich dementsprechend warm.

Weitere Termine:
Am 19. März 2019 um 19.30 Uhr in der Versöhnungskirche in Stuttgart-Degerloch
Am 26. März 2019 um 19 Uhr in St. Eberhard in Stuttgart
Am 30. März 2019 um 19 Uhr in St. Konrad in Stuttgart
Am 5. April 2019 um 19.30 Uhr in St. Josef in Feuerbach
Am 7. April 2019 um 19 Uhr in der Andreaskirche in Stuttgart-Obertürkheim
Am 13. April 2019 um 20 Uhr in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Stuttgart-Degerloch
Am 14. April 2019 um 19.00 Uhr in der Steiggemeinde in Stuttgart-Bad Cannstatt
Am 6. und 20. Mai 2019 um 19.30 Uhr in St. Maria in Stuttgart

Sie möchten „Judas“ in Ihrer Gemeinde zeigen?
Wir beraten Sie gern!
Alle Infos erhalten Sie von Eva Geiler:
e.geiler@schauspielbuehnen.de

JUDAS von Lot Vekemans, Deutsch von Eva M. Pieper und Christine Bais, ist auch als eBook erschienen.
Über die Website www.textbuehne.eu können Sie das Theaterstück in diversen Online-Shops bestellen.

Kartenpreise: 10,- Euro / 8,- Euro (ermäßigt)

Besetzung

Die nächsten Vorstellungen

Di 19.03.2019 19:30 Uhr in der Versöhnungskirche in Stuttgart-Degerloch
Di 26.03.2019 19:00 Uhr in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart
Sa 30.03.2019 19:00 Uhr Katholische Kirchengemeinde St. Konrad in Stuttgart
Fr 05.04.2019 19:30 Uhr in St. Josef in Feuerbach
So 07.04.2019 19:00 Uhr in der Andreaskirche in Stuttgart-Obertürkheim