Der dunkelhäutige Othello, Oberbefehlshaber der venezianischen Armee, hat sich heimlich mit der schönen, engelsgleichen Senatorentochter Desdemona vermählt. Kurz darauf wird er in den Krieg nach Zypern abberufen. Die treue Desdemona folgt ihm, ebenso sein Untergebener Jago, dem Othello blind vertraut - zu Unrecht. Denn in Wahrheit hasst Jago den „Mohren“, seit dieser ihn bei einer Beförderung übergangen hat, und spinnt nun eine teuflische Intrige.
Geschickt redet er Othello ein, Desdemona betröge ihn mit dem gutaussehenden Leutnant Cassio. Ein Taschentuch, das Desdemona verloren hat, dient ihm dabei als entscheidendes Indiz. Und Jagos hinterhältiger Plan geht auf: Othello steigert sich immer mehr in eine rasende, selbstzerstörerische Eifersucht hinein, die ihn schließlich zum Äußersten treibt ...

Shakespeares 1604 uraufgeführtes Drama gehört neben „Hamlet“ und „König Lear“ zu den großen späten Tragödien des Dichters, die sich durch besonders präzise Charakterdarstellungen und psychologische Tiefe auszeichnen. „Othello“ gilt als das berühmteste Eifersuchtsdrama der Literaturgeschichte.
Es geht um Intrigen, Liebe, Hass und Mord – doch es geht auch um Konkurrenz- und Karrierekämpfe, um falsche Ehrbegriffe und nicht zuletzt um Ausgrenzung, Außenseitertum und Rassismus. Gerade diese Themen sind es, die Shakespeares unsterblichen Klassiker so unglaublich modern machen.

Pressestimmen:
"Eine aufgeweckte Inszenierung, die spannend wie ein Tatort ist. (...) Dicht, spannend und temporeich. Eine ansehnliche, kurzweilige und stimmige Produktion. (...) Pilar von Pilchau als Jago ist so stark und gewitzt, so süffisant und süßlich böse, das es eine wahre Freude ist." StZ

"Reich an Tempo und klar in der Struktur hat Oberspielleiter Ulf Dietrich (...) inszeniert. (...) Harald Pilar von Pilchau als Jago (...) ist äußerst kurzweilig zu beobachten. (...) die schlafende Desdemona wird in ihrer Todesnacht äußerst feinsinnig inszeniert." StN

"Ein spannender Thriller über die Vernichtung einer Existenz. (...) Mehmet Kurtulus als Othello präsentiert den Feldherrn und Eroberer der venezianischen Senatorentochter Desdemona viril und attraktiv..." Eßlinger Ztg.

  1. September bis 29. Oktober 2011