Theaterstück

Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? – Diese Fragen stellt Ferdinand von Schirach in seinem neuen Stück. Darin thematisiert der Bestsellerautor das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit von Sterbehilfe. Im Fernsehen fesselte das Drama ein Millionenpublikum! „Ferdinand von Schirach ist ein großartiger Erzähler, was er auch in diesem Theaterstück unter Beweis stellt“, schrieb die Stuttgarter Zeitung.

Seit 2015 verbot Paragraf 217 des Strafgesetzbuches die „geschäftsmäßige Förderung“ von Suizid. Das Bundesverfassungsgericht hat dieses Verbot im Februar 2020 aufgehoben: „Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen.“

Ist damit der Weg frei für die Legalisierung der ärztlich assistierten Sterbehilfe? Die hochemotionale Debatte hat erneut an gesellschaftlicher Brisanz gewonnen. In einer fiktiven Sitzung lässt Ferdinand von Schirach den Deutschen Ethikrat am Beispiel des Sterbewunsches von Richard Gärtner, einem gesunden, aber lebensmüden älteren Mann, die juristischen, moralischen und religiösen Auswirkungen des Karlsruher Urteils diskutieren.

Nach „Terror“ und „Tabu“ steht mit „Gott“ erneut ein Stoff des Erfolgsautors auf unserem Spielplan – mit einer erstklassigen Besetzung aus lokalen Theatergrößen wie Rose Kneissler und Klaus Cofalka-Adami.

Weitere Informationen zum Stück sowie die Ergebnisse der Publikumsbefragungen finden Sie auf www.gott.theater.

Laufzeit

29. Oct – 04. Dec 2021

Dauer

ca. 2 Stunden, inkl. 1 Pause

Besetzung

Vorsitzende des EthikratsMaja Müller
Richard GärtnerKlaus Cofalka-Adami
Brandt, HausärztinRose Kneissler
Biegler, RechtsanwaltThomas Halle
Keller, Mitglied des EthikratesStefanie Klimkait
Litten, RechtssachverständigeAnja Barth
Sperling, medizinischer SachverständigerArmin Jung
Thiel, theologischer SachverständigerMarius Hubel
Bühne und KostümeAriane Scherpf
DramaturgieSusanne Schmitt